Biografisches      Erste Schreibversuche gab es in den späten 60er-Jahren und einige Fan-Stories in den frühen 70ern, der Zeit meiner Aktivität im SF- und Fantasy-Fandom. Danach kam das Übersetzen und die theoretische Beschäftigung mit der Fantasy. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass ich alles zu dem Thema gesagt hatte und dass es den Versuch wert wäre, dies in die Praxis umzu- setzen. Denn wie Umberto Eco sagt: »Worüber man nicht lehren kann, davon muss man erzählen.« Das Ergebnis waren insgesamt fünf Romane, teilweise in Zusammenarbeit mit Horst Hermann von Allwörden. Inzwischen bin ich zum Übersetzen zurückgekehrt – unter anderem war ich mit einem Team von Kollegen an der Übersetzung von Dan Browns Das verlorene Symbol beteiligt (Foto links) – und habe auch in einem begrenzten Rahmen meine wissenschaftliche Arbeit wieder aufgenommen. Aber vielleicht schreib ich auch mal wieder einen Roman ... Mein wissenschaftliches Interesse gilt vor allem der Fantastikforschung und Gattungstheorie und darüber hinaus dem Werk J.R.R. Tolkiens, zu dem ich eine umfangreiche Sammlung an Sekundärliteratur zusammengetragen habe. Zu diesem Autor habe ich recht früh eine kritische Anthologie, J.R.R. Tolkien: Der Mythenschöpfer (1984) – die seinerzeit vielen Studenten als Grundlage gedient hat – und einen Band mit eigenen Aufsätzen und Vorträgen, Das Licht von Mittelerde (1994), herausgebracht. Nach zahlreichen anderen Übersetzungen, unter ihnen verschiedene Fantasy-Klassiker und ein Standardwerk zu Tolkien, Der Weg nach Mittelerde  von Tom Shippey, erhielt ich schließlich die Chance, ein Buch aus dem Nachlass von Tolkien selbst zu übersetzen: Die Kinder Húrins (2007). Meine gesammelten Erkenntnisse zu Tolkiens Elbensprachen sind in Das große Elbisch-Buch (2008) zusammengefasst. Sofern mir dies alles noch Zeit lässt, beschäftige ich mich mit dem Entwerfen von literarischen Landkarten, dem Gestalten von Schriften oder dem Bemalen von Miniaturfiguren. Aus meiner Studienzeit in Schottland habe ich mir eine besondere Liebe für alles Keltische bewahrt (wozu auch ein guter Malt Whisky gehört). Außerdem bin ich Alter Herr in einer nichtschlagenden Studentenverbindung (Burschenschaft Ascania zu Köln) und Vorsitzender des dazu gehörigen Studentenwohnheimvereins. Im Übrigen bin ich verheiratet, habe eine erwachsene Tochter und wohne am Rande von Köln   Foto: Olivier Favre Kevelaer am Niederrhein. Archäologie in Köln und über Fantasy-Literatur: Genre bekannt als David Eddings u. a.), – und Autor.      Geboren am 30.08.1952 in Mönchengladbach (siehe Foto) und aufgewachsen in  Abitur, Zivildienst, dann Studium der Anglistik, Kunstgeschichte und klassischen  Glasgow. 1981 Promotion zum Dr. phil. mit der ersten deutschsprachigen Studie  Fantasy: Theorie und Geschichte einer literarischen Gattung. Vor allem in diesem  Illustrator (DRAGON), Kartenzeichner (MYTHOR, Karten zu den Romanen von  sowie als Übersetzer, Literatur- und Sprachwissenschaftler   Nach einigen Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität zu Köln im Fach »Englische Sprache und deren Didaktik« wechselte ich 1984 als SF- und Fantasy-Redakteur in den Bastei-Verlag. Ab 1987 arbeitete ich als Lektor für Belletristik bei Lübbe (heute Bastei Lübbe) und habe u.a. Romane von Ken Follett und David Baldacci, Stephen King, Peter Berling, Johannes K. Soyener und Wolfram zu Mondfeld, Thomas Gifford, Andreas Eschbach und Wolfgang Hohlbein (Foto rechts) betreut. Seit Oktober 2011 bin ich als Lektor für digitale Medien bei Bastei Entertainment tätig, wo ich an der Entwicklung multimedialer Projekte mitwirke. »Fantasy ist eine Reise in das Unterbewusste des Menschen. ... Sie kann gefährlich sein, und sie wird dich verändern Ursula K. Le Guin